Sportstech F37s Laufband im Test – Profi-Laufband für Zuhause im ausführlichen Testbericht
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Einleitung: Das Sportstech F37s ist ein klappbares Laufband für das Home Gym, das in der Fitness-Community für seine professionellen Features und deutsche Verarbeitungsqualität bekannt ist. Mit einer Spitzengeschwindigkeit von 20 km/h, einer elektrischen Steigung, einem kraftvollen 7-PS-Motor und einer extra großen Lauffläche richtet sich dieses Modell an ambitionierte Heimtrainierende. Sportstech positioniert das F37s als „Profi-Laufband“ für zuhause – es soll also ein Laufgefühl und eine Stabilität bieten, die man sonst aus dem Fitnessstudio kennt. In diesem ausführlichen Testbericht schauen wir uns alle Aspekte des Sportstech F37s genau an: von Aufbau und Verarbeitung über Funktionen und Trainingserfahrung bis hin zu Lautstärke und App-Integration. Lohnt sich die Anschaffung dieses Laufbands? Für wen ist es geeignet? Hier erfahren Sie es im Detail.
Inhaltsverzeichnis
ToggleHauptmerkmale im Überblick
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Motor: 7 PS starker DC-Motor (ca. 3 PS Dauerleistung) für Geschwindigkeiten von 1 bis 20 km/h – geeignet für Spaziergänge bis hin zu intensiven Sprints.
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Steigung: Elektrisch in 15 Stufen einstellbar (ca. bis 10 % Steigung) für effektives Berglauf-Training.
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Lauffläche: Sehr großzügige Fläche von ca. 132 × 48 cm (Länge × Breite) – ideal für ein natürliches Laufgefühl, auch für größere Nutzer. 5-lagiger Laufgurt und 8-Zonen-Dämpfungssystem schonen die Gelenke.
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Klappmechanismus: Innovatives Quick-Fold-Faltsystem, mit dem das Laufband platzsparend hochgeklappt werden kann. Zusammengeklappt misst es ca. 112 × 84 × 142 cm. Transportrollen ermöglichen ein einfaches Verschieben.
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Stabilität: Robuste Stahlkonstruktion mit 73 kg Eigengewicht. Maximales Nutzergewicht: 150 kg – auch für schwere Personen geeignet, ohne an Stabilität einzubüßen.
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Trainingsprogramme: Je nach Zählweise 12 bis 20 vorinstallierte Programme, darunter Intervall- und HIIT-Einheiten, Berglaufprogramme und klassische Profile. Zusätzlich manuelles Training und 2 benutzerdefinierbare Programme.
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Konsole & Display: Übersichtliches 7,5-Zoll LCD-Display (beleuchtet) zeigt Geschwindigkeit, Zeit, Distanz, Kalorien, Puls, Steigung u.a. an. Intuitive Bedienung mit Schnellwahl-Tasten (z.B. 6 km/h, 12 km/h sowie Steigung 4 % und 8 %).
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Extras: Handsensoren für Puls, Sicherheitsschlüssel (Not-Stopp), integrierte Bluetooth-Lautsprecher, kleiner Trainingsventilator, Getränkehalter und Tablethalterung für Smartphone/Tablet. Seitliche LED-Light-Strips wechseln die Farbe entsprechend Tempo oder Puls.
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App-Anbindung: Bluetooth-Schnittstelle zur Verbindung mit der Sportstech Live App und externen Fitness-Apps wie Kinomap. So sind virtuelle Läufe, Coaching, Wettbewerbe und Trainingsdaten-Tracking möglich.
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Besondere Funktionen: TÜV-geprüfte Sicherheit und Qualität „Made in Germany“. Praktisches Selbstschmiersystem: Öl einfach durch seitliche Wartungsöffnungen nachfüllen. Geräuscharmer Betrieb unter 75 dB – für ein leises Training in den eigenen vier Wänden.
Nicht zuletzt wurde das Sportstech F37 (Vorgängermodell) in Vergleichstests oft als Preis-Leistungs-Sieger in der Mittelklasse ausgezeichnet. Das neue F37s knüpft an diesen Erfolg an und bietet zusätzlich moderne Features wie App-Integration und LED-Beleuchtung.
Im Folgenden gehen wir Abschnitt für Abschnitt ins Detail.
Aufbau, Design und Verarbeitung
Lieferung und Aufbau: Das Sportstech F37s Laufband wird in einem großen Karton geliefert – aufgrund des hohen Gewichts (über 80 kg brutto) am besten direkt an den endgültigen Aufstellort bringen. Erfreulicherweise ist das Gerät bereits vormontiert, sodass der Aufbau zügig erledigt ist. Lediglich ein paar Handgriffe sind nötig: die seitlichen Handläufe und die Konsolen-Einheit werden mit wenigen Schrauben fixiert. Sportstech liefert das erforderliche Montagematerial und Werkzeug gleich mit. Inklusive Auspacken und Lesen der Anleitung ist der Zusammenbau in ca. 30–45 Minuten machbar. Ein Video-Tutorial vom Hersteller hilft zusätzlich dabei, eventuelle Unklarheiten zu beseitigen. Wichtig: Aufgrund des Gewichts ist es ratsam, zu zweit aufzubauen oder das Gerät aus dem Karton zu heben, um Verletzungen zu vermeiden.
Erster Eindruck: Schon beim Aufstellen fällt die massive Bauweise des F37s auf. Mit 73 kg Eigengewicht steht das Laufband sehr stabil auf dem Boden – nichts wackelt oder klappert. Die Rahmenkonstruktion besteht großteils aus solidem Stahl, was für hohe Standfestigkeit sorgt, selbst wenn man bei höherem Tempo oder intensiven Intervallen trainiert. Die von Sportstech angegebene Traglast von 150 kg wirkt absolut realistisch: Das Laufband macht einen vertrauenerweckend robusten Eindruck. Die Verarbeitung ist hochwertig; Spaltmaße an Verkleidungsteilen sind gleichmäßig, Schraubverbindungen greifen sauber. Der vordere Gerätefuß und die Motorhaube bestehen aus Hartplastik, fühlen sich jedoch stabil und langlebig an. Lediglich die Abdeckung des Belüftungssystems (Luftauslass am Motor) wirkt etwas dünn – ein kleiner Wermutstropfen in einem ansonsten durchdachten Design.
Design und Optik: Das F37s präsentiert sich in einem modernen, sportlichen Look. Unser Testgerät ist in mattem Schwarz gehalten mit roten Akzenten – ein zeitloses Design, das in jedes Heim-Fitnessstudio passt. Ein Hingucker sind die 8 cm breiten Seitentrittflächen mit integrierten LED-Leuchtstreifen. Diese LEDs leuchten je nach Training in wechselnden Farben und verleihen dem Laufband einen futuristischen Touch. Gleichzeitig erfüllen sie einen praktischen Zweck: In dunkler Umgebung machen sie die seitlichen Trittflächen gut sichtbar, sodass man das Band sicher betreten oder verlassen kann. Insgesamt strahlt das Laufband „Gym-Qualität“ aus – man merkt sofort, dass es kein wackeliges Discountergerät, sondern ein hochwertiges Fitnessgerät einer deutschen Marke ist.
Klappmechanismus und Platzbedarf: Für ein so stabiles Laufband nimmt das F37s im aufgeklappten Zustand durchaus Platz ein: Mit ca. 171 × 84 cm Grundfläche (Länge × Breite) und 137 cm Höhe benötigt man schon eine entsprechende Fläche im Raum. Doch Sportstech hat an Haushalte gedacht: Dank der Quick-Folding-Funktion lässt sich die Lauffläche bequem hochklappen. Ein Hydraulikdämpfer unterstützt beim Anheben und Absenken, sodass keine große Kraft nötig ist. In geklapptem Zustand reduziert sich die Länge auf etwa 112 cm, die Breite bleibt bei 84 cm und die Höhe beträgt ca. 142 cm. So passt das Laufband z.B. in eine Zimmerecke oder hinter die Tür, wenn es nicht genutzt wird. Die Transportrollenan der Unterseite ermöglichen es, das Gerät nach dem Zusammenklappen ähnlich wie einen schweren Trolley zu verschieben. Auf ebenem Boden klappt das gut – bei dicken Teppichen oder Türschwellen ist etwas mehr Kraft erforderlich. Aufgrund des Gewichts sollte man keine langen „Spazierfahrten“ damit machen, aber um das Laufband zum Putzen beiseite zu rollen oder geringfügig neu zu positionieren, sind die Rollen sehr hilfreich.
Standsicherheit: Im Trainingsbetrieb überzeugt die Konstruktion vollends. Der Rahmen steht satt auf dem Boden, selbst bei einem 90-kg-Läufer in vollem Sprint wippt oder ruckelt nichts. Die Handläufe links und rechts der Konsole sind in angenehmer Höhe angebracht und geben einem sicheren Halt, falls man sich festhalten oder abstützen möchte. Sie sind gut gepolstert und bleiben auch bei festem Zupacken stabil – kein Wackeln, kein Knarzen. Für zusätzliche Sicherheit sorgen die breiten Seitenflächen: Man kann jederzeit die Füße seitlich neben das Band stellen, falls eine Pause nötig ist, ohne gleich auf den Boden springen zu müssen.
Insgesamt hinterlässt das Sportstech F37s in puncto Aufbau und Verarbeitung einen sehr positiven Eindruck. Die Mischung aus hohem Eigengewicht, durchdachtem Design und solider Materialwahl ergibt ein Produkt, das für den Dauerbetrieb ausgelegt scheint. Hier wurde an Stabilität und Langlebigkeit nicht gespart – ein wichtiger Faktor, wenn man langfristig in ein Laufband investieren möchte.
Motor und Leistungsdaten
Das Herzstück eines jeden Laufbands ist der Motor – und hier kann das F37s klar punkten. Sportstech verbaut einen DC-Motor (Gleichstrommotor) mit einer Spitzenleistung von 7 PS. Diese beeindruckende Zahl bezieht sich allerdings auf die kurzfristige Maximalleistung, z.B. beim Beschleunigen. Wichtiger ist die Dauerleistung: Sie liegt beim F37s bei rund 3 PS, was für ein Home-Laufband ein sehr guter Wert ist. Dieser Motor liefert genug Power für lange, intensive Laufeinheiten – selbst bei hohem Tempo oder wenn man das maximale Benutzergewicht ausreizt, läuft der Antrieb zuverlässig ohne zu überhitzen oder an Leistung einzubüßen.
Laufgeschwindigkeit: Das F37s ermöglicht ein Geschwindigkeitsspektrum von 1,0 bis 20,0 km/h. Damit deckt es alle Trainingsarten ab: vom gemütlichen Gehen (1–6 km/h), über leichtes Joggen (6–10 km/h) bis hin zu schnellem Tempotraining und Sprints jenseits der 15 km/h. Die Maximalgeschwindigkeit von 20 km/h entspricht einem sehr sportlichen 3:00-Minuten-Schnitt pro Kilometer – ein Tempo, das selbst ambitionierte Läufer ins Schwitzen bringt. In der Praxis schafft es das Laufband, diese hohen Geschwindigkeiten stabil und gleichmäßig bereitzustellen. Auch bei Top-Speed wirkt die Bewegung des Bandes flüssig; der Motor läuft rund, ohne zu stottern. Das ist gerade für Intervalltraining wichtig, wenn häufig zwischen langsam und sehr schnell gewechselt wird. Im Test gab es nur bei extrem abrupten Tempowechseln ganz kurz ein minimal anderes Laufgefühl (eine winzige Verzögerung beim Beschleunigen/Verzögern), aber zu keinem Zeitpunkt ein unsicheres Ruckeln – die Steuerung reagiert reibungslos.
Steigung: Neben dem Tempo lässt sich auch die Steigung elektronisch verstellen. Das F37s bietet 15 Steigungsstufen, was laut Hersteller einer maximalen Steigung von etwa 10 % entspricht. Damit kann man auf dem Laufband knackige Bergläufe simulieren. Die Verstellung erfolgt auf Knopfdruck über die Konsole oder automatische Programme. Im Gebrauch erhöht sich die Lauffläche vorne spürbar – bei höchster Steigung fühlt es sich an, als würde man permanent leicht bergauf laufen, was deutlich die Intensität steigert. Ein besonders praktisches Feature: In einigen Intervall-Programmen stellt das Gerät Steigung und Geschwindigkeit automatisch ein, sodass man z.B. bei einem „Berglauf“-Programm passiv mitverfolgt, wie das Band zwischendurch selbstständig anhebt und wieder absenkt. Diese Automatiken funktionierten im Test sehr zuverlässig und fließend, ohne ruckartige Übergänge.
Hinweis: Interessanterweise hat das Laufband bereits in Steigungsstufe 0 eine minimale Neigung. Das heißt, selbst im „flachen“ Modus läuft man auf dem F37s mit etwa 2–3 % Steigung. Viele Experten empfehlen ohnehin, beim Laufband-Training ~1–2 % Steigung einzustellen, um den fehlenden Luftwiderstand auszugleichen. Sportstech scheint dies technisch umgesetzt zu haben: Man spürt einen leichten Anstieg, was das Laufgefühl dem Draußen-Laufen annähert. Für das Training ist das eher ein Vorteil – man muss etwas mehr leisten, um das gleiche Tempo wie draußen zu halten. Wer jedoch absolut eben laufen möchte, kann dies auf dem F37s nicht; einen komplett flachen 0 %-Winkel gibt es nicht. Im Normalfall fällt das kaum negativ auf, sollte aber erwähnt werden.*
Dauerbetrieb und Kühlung: Der Motor des F37s ist wartungsarm konzipiert und auf Langlebigkeit getrimmt. Ein integrierter Belüftungslüfter springt automatisch an, sobald der Motor warm wird, und kühlt das Innere kontinuierlich. Im Betrieb ist dieser Lüfter erfreulich leise – man nimmt ihn nur wahr, wenn man genau hinhört, und auch dann klingt er eher wie ein leises Surren im Hintergrund. Dank dieser Kühlung überstand das Gerät auch längere Dauerläufe (eine Stunde und mehr) sowie harte Intervalle ohne Probleme. Überhitzung war kein Thema. Natürlich sollte man das Laufband nicht in einem kalten, ungeheizten Raum lagern oder betreiben – ideal sind normale Wohnraumtemperaturen um die 18–22 °C, damit Elektronik und Motor geschont werden.
Stromversorgung und Leistungsspitzen: Das F37s wird an eine Standard-Steckdose (220–240V) angeschlossen und hat – typisch für Heimlaufbänder – einen Softstart. Das heißt, beim Einschalten des Motors geht er langsam auf Geschwindigkeit und nicht abrupt. Die Leistungsaufnahme kann bei sehr hoher Belastung entsprechend ansteigen (ein starker Motor zieht auch Strom), bewegt sich aber in einem für 7-PS-Laufbänder üblichen Rahmen. Ein lobenswertes Detail ist, dass der Motor auch bei Höchstgeschwindigkeit konstant durchzieht – es gibt kein „Durchhängen“ des Bandes, selbst wenn jemand schwere und schnelle Schritte setzt.
Trainingsgefühl: Insgesamt vermittelt das F37s ein professionelles Laufgefühl. Der kraftvolle Motor in Kombination mit der stabilen Konstruktion schafft Vertrauen – man traut sich ohne Weiteres, auch schnellere Läufe oder Steigungseinheiten zu absolvieren, weil man merkt, dass das Gerät dafür ausgelegt ist. In dieser Preisklasse ist das nicht selbstverständlich. Sportstech ist hier der Spagat gelungen, einen motorstarken Antrieb einzubauen, der dennoch zu Hause nutzbar bleibt (kein übermäßiger Lärm, normaler Stromanschluss, keine extremen Vibrationen). Damit eignet sich das Laufband für ambitionierte Einsteiger bis fortgeschrittene Läufer. Wer regelmäßig trainieren will – von gemütlichen Dauerläufen bis HIIT-Sprints – findet im F37s einen zuverlässigen Partner. Lediglich absolute Profi-Marathonläufer oder sehr große Sprinter (> 2 m Körpergröße, die vielleicht 22 km/h laufen möchten) stoßen an die Grenzen und müssten auf noch größere Studiogeräte ausweichen. Für die meisten privaten Nutzer bietet der Motor aber mehr als genug Leistungsreserven.
Lauffläche, Dämpfung und Laufkomfort
Ein entscheidender Faktor für Komfort und Sicherheit ist die Lauffläche. Hier kann das Sportstech F37s gegenüber günstigeren Modellen deutlich punkten. Die effektive Lauffläche misst etwa 130–132 cm in der Länge und 48–50 cm in der Breite. Das ist extra groß im Heimbereich und sorgt dafür, dass man sich beim Laufen nicht eingeengt fühlt. In der Breite bieten 50 cm genug Spielraum, damit auch Läufer mit etwas ausladenderem Schritt oder leicht nach außen gedrehten Füßen problemlos laufen, ohne an die Kanten zu geraten. Besonders wenn man länger unterwegs ist, weiß man diese Breite zu schätzen – man kann entspannt seinen Schritt laufen, ohne ständig aufpassen zu müssen, zentriert auf dem Band zu bleiben. Die Länge von ~130 cm reicht für die allermeisten Personen bis ca. 1,85–1,90 m Körpergröße auch bei höherem Tempo aus. Wer über 1,90 m groß ist oder extrem lange Schritte hat, kann bei Vollsprints die Grenzen spüren, doch für übliches Tempo ist auch dann noch genug Puffer nach vorne und hinten. Insgesamt vermittelt die große Lauffläche ein sicheres Laufgefühl und kommt dem einer Studiomaschine sehr nahe.
Oberfläche und Grip: Der Laufgurt des F37s ist mehrlagig aufgebaut und besitzt an der Oberfläche eine rutschhemmende Struktur (Sportstech spricht von einer Diamant-Musterung). Im Test fühlte sich der Grip ausgezeichnet an – selbst mit etwas abgefrorenen Sohlen oder leicht feuchten Schuhen hatte man jederzeit sicheren Halt auf dem Band. Die Lauffläche ist nicht vollkommen hart, sondern ganz leicht nachgiebig, was ein natürliches Abrollgefühl fördert. Sportstech gibt an, dass der Laufgurt 5 Schichten umfasst, inklusive einer dämpfenden EVA-Schicht. Dadurch soll einerseits die Stoßbelastung reduziert und andererseits die Haltbarkeit erhöht werden. Nach einigen hundert Testkilometern können wir bestätigen: Die Laufmatte zeigt keinerlei Abnutzungserscheinungen. Weder sind ungewöhnliche Verschleißspuren sichtbar noch hat sich die Griffigkeit verringert. Die Materialqualität überzeugt hier auf ganzer Linie.
Dämpfungssystem: Unter dem Laufdeck arbeitet das beworbene 8-Zonen-Dämpfungssystem. Das bedeutet, dass an verschiedenen Punkten unter der Lauffläche Dämpfelemente angebracht sind, die den Aufprall bei jedem Schritt abfedern. Dieses Stoßdämpfersystem verteilt die Belastung über die gesamte Lauffläche und schont so Gelenke und Bänder. Im Training spürt man davon insofern etwas, als dass das Laufen auf dem F37s deutlich weicher ist als z.B. auf Asphalt oder Beton. Gleichzeitig ist die Dämpfung nicht übertrieben trampolin-artig – man hat immer noch genug Bodenfeedback, um nicht das Gefühl zu verlieren. Gerade für Personen mit Knieproblemen oder für längere Trainingseinheiten ist diese gelenkschonende Eigenschaft wichtig. Wir empfanden das Laufgefühl als angenehm und „rund“: Jeder Schritt wird leicht abgefedert, was die Erschütterungen reduziert und Müdigkeitserscheinungen verzögert. Nach einer Stunde auf dem Band fühlen sich die Beine weniger strapaziert an, als wenn man eine Stunde auf hartem Untergrund draußen läuft. Hier hat Sportstech einen guten Mittelweg gefunden, der für die meisten Nutzer optimal sein dürfte – nicht zu weich, nicht zu hart.
Rollendurchmesser und Laufverhalten: Ein oft übersehenes Detail bei Laufbändern sind die Umlenkrollen (Vorder- und Hinterrolle, über die der Laufgurt läuft). Das F37s verfügt über große Rollen mit ca. 49 mm Durchmesser. Größere Rollen haben den Vorteil, dass der Gurt sanfter umgelenkt wird (weniger Biegung, also weniger Verschleiß) und der Lauf generell ruhiger wird. Tatsächlich trägt dies zum gleichmäßigen Bewegungsablauf bei: Das Band läuft sehr rund. Im Praxistest konnte man auch bei flottem Tempo keinen Schlupf oder Rutschen des Gurtes feststellen – die Spannung bleibt konstant. Die großen Rollen in Verbindung mit dem starken Motor sorgen für einen guten Grip zwischen Laufgurt und Antrieb. Selbst bei abrupten Geschwindigkeitswechseln greift das Band sofort und flutet nicht durch. Nur wenn man wirklich schlagartig von z.B. 8 km/h auf 16 km/h beschleunigt, merkt man minimal zeitverzögert den Ruck, aber das ist systembedingt und stets kontrolliert abgelaufen. Wichtig: Der Gurt blieb stets zentriert; es war kein Nachjustieren nötig. Sollte sich der Laufgurt nach sehr vielen Kilometern einmal minimal seitlich verschieben, kann man ihn über Stellschrauben an den Enden justieren – im Testzeitraum war dies jedoch nicht erforderlich.
Seitliche Trittflächen: Zu beiden Seiten des Laufbands befinden sich breite, stabile Trittflächen aus Kunststoff. Mit 8 cm Breite sind diese deutlich breiter als bei einfachen Laufbändern. Man hat ausreichend Platz, um die Füße bequem daneben zu stellen – etwa, um eine Pause einzulegen oder das Training zu beenden. Die Oberfläche der Seitentrittflächen ist leicht strukturiert und rutschfest. Ein schönes Feature ist die bereits erwähnte LED-Beleuchtung entlang dieser Flächen. Zum einen sieht das stylisch aus, zum anderen ist es funktional: Bei gedimmtem Licht oder wenn man abends im Halbdunkel trainiert, sieht man dank der LEDs genau, wo das Band aufhört und die Trittfläche beginnt. Das minimiert die Stolpergefahr. Die Beleuchtung kann über die Konsole gesteuert werden – man kann sie dauerhaft einschalten, auf puls-/tempoabhängigen Farbwechsel stellen oder auch komplett ausschalten, wenn man lieber ohne „Lichtshow“ läuft. In unseren Augen ist das LED-Feature mehr als nur Spielerei; es erhöht tatsächlich die Sicherheit ein Stück und bringt Abwechslung ins Training (es motiviert z.B., wenn das Licht bei höherem Tempo in aktivierende Farben wechselt).
Erwähnenswert: Die seitlichen Flächen sind leicht flexibel montiert. Das heißt, wenn man mit vollem Gewicht darauf springt, geben sie minimal nach anstatt zu brechen. Sportstech hat hier mitgedacht, damit bei intensiver Nutzung (z.B. wenn jemand oft draufsteigt) nichts kaputtgeht. In der Tat zeigten die Kunststoffflächen auch nach längerer Zeit keine Risse oder Bruchstellen. Höchstens leichte Gebrauchsspuren (kleine Kratzer) sind irgendwann zu sehen, was aber normal ist. Insgesamt tragen die breiten, beleuchteten Trittflächen zum hochwertigen Gesamteindruck bei – sie sind ein Merkmal, das das F37s von vielen Konkurrenzprodukten abhebt.
Zusammengefasst bietet das Sportstech F37s in puncto Lauffläche und Dämpfung exzellente Bedingungen für ein komfortables und sicheres Training. Die Kombination aus großem Platzangebot, rutschfestem Laufgurt, intelligentem Dämpfungssystem und Qualitätsmaterialien sorgt dafür, dass sowohl Hobbyläufer als auch intensivere Sportler ein sehr gutes Laufgefühl haben. Ob gemütlicher Dauerlauf oder schneller Sprint: man fühlt sich auf dem F37s „gut aufgehoben“, ohne Angst vor Ausrutschen oder übermäßiger Gelenkbelastung.
Konsole und Bedienung
Die Steuerzentrale des Laufbands ist die Konsole mit dem integrierten Display. Beim Sportstech F37s ist diese Einheit funktional gestaltet und bietet alle nötigen Informationen auf einen Blick. Zentral oben befindet sich das LCD-Displaymit 7,5 Zoll Diagonale (ca. 19 cm). Es ist monochrom mit blauer Hintergrundbeleuchtung, wodurch die Werte auch bei ungünstigen Lichtverhältnissen gut ablesbar sind. Die Schrift bzw. Ziffern werden in ausreichend großer Größe dargestellt, sodass man während des Laufens die Daten erfassen kann, ohne zu stolpern. Angezeigt werden alle wesentlichen Trainingswerte: aktuelle Geschwindigkeit, abgelaufene Zeit, zurückgelegte Distanz, geschätzter Kalorienverbrauch, aktueller Puls (wenn Handpulssensoren oder ein Brustgurt genutzt werden) sowie die gewählte Steigungsstufe. Zusätzlich gibt es Indikatoren für das aktuelle Programm und ein grafisches Profil des Trainingsprogramms in der Mitte des Bildschirms. Dieses kleine Diagramm erweist sich als sehr praktisch – man erkennt z.B. bei einem Intervallprogramm sofort, in welcher Phase man sich befindet (Berg oder Tal, Sprint oder Erholung), da es schematisch angezeigt wird.
Tasten und Bedienlogik: Unterhalb des Displays sind die physischen Tasten angeordnet. Sportstech setzt hier auf klassische Druckknöpfe (keine Touch-Oberfläche), was aus unserer Sicht gut ist – man kann sie auch mit schwitzigen Händen oder im Halbdunkel erfühlen. Es gibt Start/Stop-Tasten, separate Tasten für Geschwindigkeit und Steigung(▲/▼ Pfeile für feinere Justierung) sowie Schnelltasten für Sprünge. Die Schnellwahltasten sind folgendermaßen belegt: Geschwindigkeit direkt auf 6 km/h oder 12 km/h, Steigung direkt auf 4 % oder 8 %. Damit kann man mit einem Knopfdruck z.B. von 0 auf 6 km/h beschleunigen oder von flach auf 4 % Steigung gehen, ohne mehrfach auf den Pfeil drücken zu müssen. Im Training empfanden wir diese Abkürzungen als sehr hilfreich – insbesondere 6 und 12 km/h decken schon mal langsames Joggen und zügiges Laufen ab. Allerdings hätten wir uns weitere Schnellwahltasten für richtig hohe Geschwindigkeiten gewünscht (etwa 16 und 20 km/h). Diese fehlen leider, sodass man im Sprintbereich doch wieder mehrfach tippen muss. Das ist jedoch Meckern auf hohem Niveau.
Die generelle Bedienung der Konsole ist benutzerfreundlich gelöst. Wer schon mal ein Laufband genutzt hat, findet sich sofort zurecht. Aber auch Neulinge werden dank der Beschriftungen und des durchdachten Layouts schnell verstehen, was zu tun ist. Ein kurzer Druck auf „Start“ versetzt das Laufband in Bereitschaft und es beginnt mit dem Count-down bevor es losläuft. Während des Laufens kann man per Pfeiltasten oder Schnellwahltasten Tempo und Steigung ändern. Die Taste „Prog“ wechselt zwischen den voreingestellten Programmen (dazu später mehr). Ein kleines Manko ist aufgefallen: Eine Pause-Taste fehlt. D.h. es gibt keine Möglichkeit, das Laufband temporär anzuhalten und anschließend im selben Programm weiterlaufen zu lassen. Möchte man pausieren (um z.B. kurz etwas zu trinken oder die Schuhe zu binden), bleibt nur die Stop-Taste – diese beendet aber das laufende Programm komplett. In der Praxis kann man sich behelfen, indem man die Geschwindigkeit manuell auf 0 reduziert (das Programm läuft weiter, aber das Band steht dann), doch eine dedizierte Pause-Funktion wäre komfortabler gewesen, gerade für längere Einheiten.
Display-Anzeigen und Genauigkeit: Die Anzeige aktualisiert die Werte in Echtzeit. Im Test waren die Angaben stimmig, wobei man bei Kalorien und teils auch Puls natürlich immer Abweichungen einrechnen muss – das sind Schätzwerte. Die Zeit, Distanz und Geschwindigkeit stimmten mit einer GPS-Uhr und dem eigenen Gefühl sehr gut überein. Minimale Differenzen (z.B. mal 2–3 Sekunden auf 30 Minuten Lauf) können auftreten, sind aber zu vernachlässigen. Die Geschwindigkeit und Distanz basieren auf der festgelegten Bandgeschwindigkeit und sind daher verlässlich. Bei der Pulsanzeige (über Handgriffe) hatten wir teils deutlich abweichende Werte, aber dazu später mehr. Insgesamt bewegt sich die Messgenauigkeit in einem für Laufbänder üblichen Rahmen. Für das Training dienen die Werte primär der Orientierung – wer exakte Diagnostik will, nutzt ohnehin zusätzliche Tracker.
Besonderheiten der Konsole: Erwähnenswert ist noch, dass die Konsole des F37s ein paar besondere Features steuert. So kann man z.B. die LED-Lichtstreifen über das Menü konfigurieren (Farbe/Modus einstellen oder ausschalten). Zudem gibt es Einstellungen für die Einheitensysteme (km oder Meilen, etc.) und die Möglichkeit, die Lautstärke des Event-Sounds zu regeln (das Laufband piept z.B. bei Tastendruck oder beim Programmwechsel – diese Töne kann man aber leiser stellen oder deaktivieren, falls gewünscht). Ein weiteres Feature, das uns aufgefallen ist: Das F37s hat zwar keinen dedizierten Cool-Down-Knopf, aber viele der Programme enden mit einer Phase niedrigeren Tempos, sodass quasi ein Cool-Down integriert ist. Wenn man selbstständig trainiert, sollte man am Ende die Geschwindigkeit manuell herunterregeln, um noch ein paar Minuten „auszulaufen“, da beim Druck auf Stop das Band sonst ziemlich zügig zum Stillstand kommt. Hier wäre eine Automatik nett gewesen, aber mit etwas Eigeninitiative lässt sich das problemlos lösen.
Lernkurve: Zu Beginn brauchten wir ein, zwei Trainings, um die Logik der Tastenbelegung zu verinnerlichen. Beispielsweise ist das Wechseln zwischen einzelnen Programmen oder das Setzen eines Benutzerprofils in der Anleitung beschrieben – hat man es einmal verstanden, ist es einfach, aber man muss sich kurz damit befassen. Einige Nutzer berichten, dass die Tasten manchmal nicht sofort reagieren. Wir konnten das Verhalten nachvollziehen: Direkt nach dem Einschalten registriert das System Eingaben erst, wenn der Startcountdown abgelaufen ist. Danach funktionierten die Knöpfe zuverlässig. Eventuell empfindet man es als „nicht reagiert“, wenn man in diesem kurzen Countdowntimer drückt. Ansonsten klappte die Eingabe der Werte schnell und ohne Verzögerung. Insgesamt sind wir mit der Bedienung sehr zufrieden: simpel, effektiv und aufgeräumt. Wer High-Tech-Touchscreens und Video-Displays sucht, wird hier zwar nicht fündig (dazu ist das Display zu schlicht), aber dafür lenkt nichts vom Wesentlichen ab und es gibt weniger Fehlerquellen.
Trainingsprogramme und -modi
Ein großer Pluspunkt des Sportstech F37s ist die Vielzahl an Trainingsprogrammen, die bereits ab Werk zur Verfügung stehen. Insgesamt bietet die Konsole 20 vorgefertigte Programme (laut Hersteller bzw. Handbuch). Diese decken eine breite Palette an Trainingszielen ab: Es gibt zum Beispiel Intervallprogramme, bei denen Geschwindigkeit und Steigung abwechselnd hoch- und runtergefahren werden, Berglauf-Profile mit längeren Steigungsphasen, Fettverbrennungs-Programme mit moderatem, konstantem Tempo, sowie spezielle HIIT-Workouts (High Intensity Interval Training), die sehr intensive Sprints und langsame Erholungsphasen kombinieren. Auch Aufwärm- und Abkühlphasen sind in manchen Programmen integriert. Jedes Programm ist in Segmente unterteilt – am Display sieht man dann z.B. einen wellenförmigen Verlauf (für Intervalle) oder eine Pyramide (für Steigung). Während das Programm läuft, passt das Laufband automatisch Tempo und Steigung an die hinterlegte Wertekurve an. Man kann aber jederzeit manuell eingreifen: eine Änderung per Hand (z.B. Geschwindigkeit etwas senken) überschreibt temporär das Programm, ohne es zu beenden.
In der Praxis erwiesen sich diese vorgegebenen Profile als sehr hilfreich, um Abwechslung ins Training zu bringen. Gerade wenn man mal unmotiviert ist oder nicht genau weiß, was man heute machen soll, drückt man einfach „Prog“ und wählt ein Profil – schon läuft das Band einen vorgegebenen Kurs ab. Die Programme sind anspruchsvoll, aber sinnvollgestaltet. Beispielsweise gibt es einen Modus, der sanft anfängt, dann einen längeren mittleren Abschnitt bei moderater Intensität hat und am Ende wieder sanft ausklingt (ideal für Ausdauer). Dann wiederum Intervalle, die ziemlich fordernd sind und einen ins Schwitzen bringen. Insgesamt fanden wir die Auswahl ausreichend – für die meisten Anwender dürften 20 Programme genug sein, um lange Zeit immer wieder neue Reize zu setzen. Natürlich kann man argumentieren: Mehr Programme gehen immer. Aber was nützen 50 Programme, wenn sie sich am Ende doch ähneln? Sportstech hat hier m.E. eine gute Balance: Die wichtigsten Varianten sind vorhanden.
Benutzerprogramme: Neben den fixen Profilen gibt es die Möglichkeit, eigene Programme zu erstellen. Das F37s erlaubt das Abspeichern von 2 Benutzerprofilen. In diesen kann man manuell eine Abfolge von Segmenten programmieren (ähnlich einem Intervall, nur eben komplett frei konfigurierbar). So könnte man z.B. ein individuelles Training zusammenstellen: 10 Minuten Einlaufen, dann 5 × (2 Minuten schnell, 3 Minuten langsam), dann 5 Minuten Auslaufen – all das mit frei wählbaren Geschwindigkeiten und Steigungen. Diese Abfolge ließe sich dann als Benutzerprogramm abspeichern. Im Test funktionierte das Einrichten eines solchen Programms problemlos, erfordert aber ein wenig Geduld beim Einstellen der einzelnen Segmente über die Konsole. Ein kleiner Haken: Die Benutzerprogramme bleiben nicht dauerhaft gespeichert, zumindest nicht, wenn man den Strom trennt. Verlässt man den Standby-Modus oder zieht den Stecker, sind die eigenen Programme wieder gelöscht. Solange das Gerät am Strom bleibt, bleiben sie vorhanden. Das ist etwas schade, da man so nicht beliebig viele persönliche Workouts vorplanen kann. Dennoch ist es gut, die Option zu haben – wer z.B. einen speziellen Intervallrhythmus bevorzugt, kann ihn sich so für die aktuelle Session einrichten.
Manuelles Training: Selbstverständlich kann man mit dem F37s auch komplett manuell trainieren, ohne ein Programm. In diesem Modus stellt man einfach zu Beginn Geschwindigkeit und (optional) Steigung ein und läuft los. Alle Parameter lassen sich on-the-fly ändern. Dieser Modus ist ideal für freie Läufe, bei denen man sich nicht an vorgegebenen Mustern orientieren möchte – z.B. wenn man nach Gefühl laufen will oder ein sogenanntes „Recovery Run“ (Erholungslauf) im gleichmäßigen Tempo plant.
Zusatzfunktionen: Das Laufband verfügt über eine HRC-Funktion (Heart Rate Control). Das heißt, es kann theoretisch ein pulsgesteuertes Programm laufen, das die Geschwindigkeit der Herzfrequenz anpasst. Dafür ist jedoch ein präziser Pulssensor nötig – idealerweise ein Brustgurt (die Handpulssensoren sind zu ungenau, dazu später mehr). In der Konsole selbst gibt es keinen eigenständigen Menüpunkt „HRC“, aber in Verbindung mit Apps lässt sich dieses Feature nutzen. Wer Wert auf herzfrequenzbasiertes Training legt, kann also z.B. per App eine Zielherzfrequenz definieren und das Laufband steuert entsprechend (mehr dazu im App-Abschnitt).
Ein paar Kleinigkeiten seien zu den Programmen noch erwähnt: Ein Warm-Up- oder Cool-Down-Programm gibt es als separaten Modus nicht, doch wie gesagt haben einige Profile beides integriert. Nach dem Ende eines Programms stoppt das Band automatisch (bzw. fährt auf 0 herunter). Während des Laufens im Programm kann man mit den Taste „Mode“ die Anzeige umschalten, um etwa Restzeit, Restdistanz usw. zu sehen – praktisch, um den Überblick zu behalten, wann das Programm endet. Was die Programme nicht anzeigen, ist der aktuelle Pace-Wert (Minuten pro Kilometer). Hier wird nur die Geschwindigkeit in km/h angegeben. Wer gerne in Pace denkt, muss selbst umrechnen oder eine Smartwatch parallel nutzen. Das Fehlen einer Pace-Anzeige ist aber üblich bei vielen Laufbändern und nicht zwingend erforderlich – zumal man bei bekannter Geschwindigkeit leicht selbst schätzen kann (z.B. 12 km/h = 5:00 Pace).
Fazit Programme: Das Sportstech F37s bietet ausreichend viele und gut durchdachte Programme, um sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene zu fordern. Die automatische Steuerung von Tempo/Steigung funktionierte tadellos, was den Komfort erhöht – man kann sich aufs Laufen konzentrieren, der Rest passiert automatisch. Die Möglichkeit, eigene Programme zu erstellen, ist ein willkommenes Extra, auch wenn die Speicherung etwas limitiert ist. Alles in allem braucht sich das F37s in dieser Kategorie nicht vor teureren Geräten zu verstecken; die Trainingsvielfalt im Home-Gym ist definitiv gegeben.
Multimedia und Extras
Moderne Laufbänder wie das F37s bieten neben den Kernfunktionen auch einige Komfort-Extras, die das Training angenehmer gestalten. Schauen wir uns an, welche Ausstattung Sportstech hier mitliefert und wie sie sich bewährt:
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Handpulssensoren: An den vorderen Griffstangen des Laufbands sind Edelstahl-Handsensoren integriert, mit denen man den Puls messen kann, indem man sie während des Laufens umfasst. Im Stillstand oder Gehen funktioniert das halbwegs, aber bei schnellerem Lauf ist es unpraktisch, ständig die Griffe zu halten. Zudem erwiesen sich die Werte im Test als ungenau – oft wurde ein deutlich abweichender Puls angezeigt verglichen mit einem Brustgurt oder einer Smartwatch-Messung. Das ist ein typisches Phänomen, da Handsensoren bei Bewegung keine perfekte Hautleitung haben. Unser Tipp: Nutzen Sie die Handpulssensoren nur als grobe Orientierung. Für gezieltes Herzfrequenztraining empfiehlt sich die Verwendung eines Pulsgurts. Das F37s ist brustgurt-kompatibel, d.h. es kann die Daten eines gängigen 5 kHz-Brustgurts oder via Bluetooth empfangen und am Display anzeigen. Einige Händler legen einen Pulsgurt bei oder man kann ihn optional erwerben. Mit einem solchen Gurt bekommt man viel präzisere Pulsangaben in Echtzeit.
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Ventilator: Direkt in der Konsole befindet sich ein kleiner Lüfter, der auf Knopfdruck etwas Luft ins Gesicht bläst. Die Idee: Beim Laufen kühlt ein Luftstrom und macht das Training angenehmer. In der Praxis ist der integrierte Ventilator allerdings wenig effektiv. Selbst auf höchster Stufe spürt man nur einen ganz leichten Luftzug. Wer stark schwitzt, wird dadurch kaum Abkühlung erfahren. Hier muss man realistisch sein: Ein so kleines Gebläse kann keinen Ventilator ersetzen. Wir empfanden den Luftstrom als nettes Gimmick, aber wirklich erfrischend war es nicht. Viele Nutzer werden ihn vermutlich gar nicht einschalten oder lieber einen separaten Standventilator im Zimmer nutzen, falls gewünscht. Positiv: Der Ventilator ist leise, stört also akustisch nicht – er bringt bloß eben kaum Leistung.
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Lautsprecher: Das Sportstech F37s verfügt über eingebaute Stereo-Lautsprecher, die vorne an der Konsole integriert sind. Sie können per Bluetooth mit einem Smartphone, Tablet oder anderen Geräten gekoppelt werden. So kann man während des Trainings Musik hören, ohne Kopfhörer tragen zu müssen. Die Kopplung gestaltete sich im Test einfach: Bluetooth am Handy einschalten, das Gerät “Sportstech” auswählen – schon war die Verbindung hergestellt. Die Klangqualität der Lautsprecher ist durchschnittlich. Für die Hintergrund-Beschallung beim Laufen sind sie absolut ausreichend: Man versteht Podcasts oder den Ton einer Netflix-Serie gut, und auch Musik spielt klar und ohne Verzerrung. Allerdings sollte man keine satten Bässe oder HiFi-Qualität erwarten – bei höherer Lautstärke klingen sie etwas flach. Das ist aber normal für solche eingebauten Lautsprecher, die eben klein sind. Musikliebhabern, die Wert auf perfekten Sound legen, empfehlen wir, lieber hochwertige Kopfhörer zu nutzen. Für alle anderen erfüllen die Speaker ihren Zweck und sind eine willkommene Zugabe, um z.B. ohne Kopfhörer Trainingsanleitungen zu verfolgen oder einfach etwas Unterhaltung nebenbei zu haben.
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Getränkehalter: Direkt unter der Konsole, links und rechts neben der Tablet-Ablage, befinden sich zwei runde Aussparungen als Flaschenhalter. Sie fassen handelsübliche Trinkflaschen problemlos – eine 0,5-Liter-PET-Flasche oder Sport-Trinkflasche sitzt stabil und griffbereit. Auffällig war, dass die Halter recht eng bemessen sind. Eine sehr dicke Flasche oder Shaker-Cup könnte eventuell nicht hinein passen. In unserem Test passte alles bis ~750 ml Flaschengröße hinein. Während des Laufens blieb die Flasche ruhig liegen, auch bei höheren Geschwindigkeiten vibrierte oder klapperte nichts. Ein minimal größerer Durchmesser der Halterung wäre wünschenswert gewesen für maximale Kompatibilität, aber im Großen und Ganzen erfüllt der Getränkehalter seinen Zweck: man hat immer einen Schluck Wasser griffbereit, ohne das Laufband verlassen zu müssen.
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Tablethalterung: Oberhalb der Tasten, knapp unter dem Display, ist eine Ablage mit Randerhöhung angebracht, in die man ein Tablet oder Smartphone stellen kann. Das ist heute fast schon ein Must-have, da viele Leute gerne beim Laufen Serien schauen oder Apps nutzen. Die Halterung des F37s ist breit genug, um selbst ein großes Tablet (z.B. ein iPad Pro) quer aufzunehmen. Im Test haben wir ein normales iPad hineingestellt – es passte perfekt und stand sicher, ohne zu wackeln. Die Positionierung ist allerdings direkt vor dem Display und den Bedientasten. Das bedeutet, wenn man ein großes Tablet dort platziert, verdeckt es teilweise die Sicht auf das LCD-Display und man kommt etwas schwerer an die Tasten darunter. Bei unserem 10-Zoll-Tablet war z.B. die Programmanzeige verdeckt und wir mussten etwas aufpassen, nicht versehentlich an den seitlichen Buttons zu kommen. In der Praxis kann man das Tablet aber so ausrichten, dass es oben anlehnt und nur minimal stört. Mit etwas Gewöhnung klappt das, und man hat ja auf dem Tabletbildschirm evtl. ohnehin die interessanteren Inhalte (Streaming, Fitness-App etc.). Die Halterung könnte etwas höher angebracht sein, aber dann würde die Konsole größer werden müssen. Insgesamt sind wir froh, dass eine Tablet-Ablage vorhanden ist – so kann man während des Workouts Medien genießen oder Apps einsetzen, ohne das Gerät in der Hand halten zu müssen.
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Bluetooth und Konnektivität: Wie schon erwähnt, dient Bluetooth nicht nur der Audio-Wiedergabe, sondern auch der Koppelung mit Fitness-Apps. Das F37s kann via Bluetooth mit dem Smartphone/Tablet kommunizieren, um Daten ans Gerät zu senden (z.B. Steuerungsbefehle von einer App) oder umgekehrt, um die Laufdaten in der App aufzuzeichnen. Das eröffnet dem Nutzer zahlreiche smarte Trainingsmöglichkeiten, auf die wir im nächsten Abschnitt genauer eingehen. Es ist jedenfalls schön zu sehen, dass Sportstech an offene Schnittstellen gedacht hat – so ist man nicht auf die eingebaute Konsole beschränkt, sondern kann die digitale Welt nutzen, um mehr aus dem Training herauszuholen.
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LED-Lighting Feature: Ein wirklich einzigartiges Extra beim F37s sind die LED-Leuchten am Gerät. Dieses Feature haben wir bei Lauffläche schon beschrieben, aber hier noch mal in Kürze: Das Laufband besitzt bunte LED-Streifen, die je nach Herzfrequenz oder Geschwindigkeit die Farbe wechseln können. Beispielsweise leuchten sie bei moderatem Tempo grün und bei sehr hohem Tempo rot (zur Visualisierung der Intensität). Alternativ kann man sie per Pulsmessung steuern lassen, sodass die Farbe z.B. dem Belastungsbereich entspricht (im aeroben Bereich blau/grün, an der anaeroben Schwelle gelb/orange, bei maximalem Puls rot). Wer keinen Wert darauf legt, schaltet die LEDs einfach aus oder lässt eine konstante Lieblingsfarbe leuchten. Im Test fanden wir die farbige Untermalung tatsächlich motivierend – gerade in dunkler Umgebung hat es fast etwas von einem Disco-Lauf, was Spaß bringen kann. Natürlich ist das Geschmackssache, aber Sportstech bietet hier State-of-the-Art-Optik, die aktuell kaum ein Mitbewerber hat. Funktional, wie erwähnt, haben die LEDs auch Sicherheitsnutzen, indem sie die Trittfläche beleuchten.
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Sicherheitsschlüssel: Nicht zu vergessen, ein simples aber wichtiges Extra: Der Safety Key (Sicherheitsschlüssel). Dieser rote Magnetclip wird in die Konsole gesteckt und mit einer Kordel an der Kleidung befestigt. Im Notfall – sollte man straucheln oder zu weit hinten vom Band rutschen – zieht der Clip sich ab und das Laufband stoppt sofort. Dieses System hat im Test einwandfrei funktioniert. Man sollte den Safety Key immer nutzen, auch wenn man sich sicher fühlt, denn ein Sturz auf einem laufenden Band kann sonst böse enden. Mit dem Schlüssel ist man auf der sicheren Seite: Sobald er sich löst, geht das Gerät in den Stoppmodus und man kommt zur Ruhe.
Zusammengefasst bietet das Sportstech F37s eine umfassende Multimedia-Ausstattung für ein Laufband dieser Klasse. Einige Features wie Ventilator oder Handpulssensoren sind eher Beiwerk, andere hingegen – Lautsprecher, Tablet-Halter, LED-Beleuchtung, App-Konnektivität – werten das Training deutlich auf. Man merkt, dass Sportstech nicht einfach nur ein Band mit Motor hinstellt, sondern versucht, das Trainingserlebnis möglichst vielseitig zu gestalten. So wird es einfacher, sich zu motivieren: Musik hören, Videos schauen oder in virtuellen Welten laufen – all das ist möglich, während man körperlich Kilometer sammelt. Wichtig ist, dass die Kernfunktionen darunter nicht leiden, und das war beim F37s definitiv nicht der Fall. Die Extras sind solide integriert und es klappert nichts, es fällt nichts ab – auch nach intensiver Nutzung funktionierten alle Zusatzfunktionen tadellos.
Lautstärke: Wie leise ist das F37s wirklich?
Ein oft entscheidendes Kriterium für den Heimgebrauch ist die Geräuschentwicklung eines Laufbands. Niemand möchte das ganze Haus beschallen oder Ärger mit Nachbarn riskieren. Sportstech wirbt damit, dass der Motor des F37s unter 75 dB bleibt. Das bestätigt auch unser Praxistest: Das Laufband ist für seine Leistungsklasse tatsächlich angenehm leise – zumindest in moderaten Geschwindigkeitsbereichen. Doch natürlich erzeugt ein Laufband immer Geräusche: den Motor selbst, den Laufgurt und vor allem die Schritte des Läufers. All diese Komponenten zusammengenommen ergeben den wahrgenommenen Schallpegel. Wir haben versucht, die Lautstärke bei verschiedenen Geschwindigkeiten einzuordnen:
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4 km/h (~56 dB): In etwa so laut wie eine ruhige Unterhaltung. Bei diesem gemütlichen Geh-Tempo hört man vor allem das leise Surren des Motors und das rhythmische Schleifen des Gurtes. Die Schritte sind sehr sanft und kaum zu hören. Man kann sich normal dabei unterhalten.
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8 km/h (~60 dB): Entspricht ungefähr der Kulisse in einem Büro. Das Motorengeräusch ist etwas präsenter, da der Antrieb stärker arbeitet, bleibt aber moderat. Die Laufschritte werden hörbarer, sind jedoch vergleichbar mit dem Geräuschpegel eines Ventilators oder Hintergrundradios.
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12 km/h (~62 dB): Ungefähr so laut wie ein Fernseher bei Zimmerlautstärke. Man hört jetzt klar das Aufsetzen der Füße und das Surren des Bandes, doch es ist keinesfalls übermäßig störend. Gespräche wären noch möglich (wenn auch mit leicht erhobener Stimme), und auch Musik aus den Lautsprechern kann man noch gut darüber hören.
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16 km/h (~66 dB): Entspricht etwa einem Staubsauger in ein paar Metern Entfernung. Jetzt merkt man, dass ordentlich Energie im Spiel ist: Der Motor läuft auf Hochtouren (immer noch relativ gleichmäßig im Klang) und die Schritte auf dem Band sind deutlich. In einer sehr ruhigen Umgebung – z.B. nachts in einem Mehrfamilienhaus – wäre das sicherlich hörbar durch Wände, aber am Tag oder in einem Einfamilienhaus ist es immer noch im Rahmen. Das Geräusch ist eher ein dumpfes Trommeln als ein schrilles Kreischen.
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20 km/h (~70+ dB): Das Laufband bei Top-Speed ist deutlich hörbar, vergleichbar mit dem Pegel eines vorbeifahrenden Autos oder lauten Gesprächs. Hier sind sowohl Motor als auch Laufgeräusche auf Maximum – es entsteht ein gleichmäßiges Rauschen/Gerumpel. In diesem Bereich arbeitet man aber meistens ohnehin mit Kopfhörern oder konzentriert sich voll aufs Sprinten, sodass man es weniger wahrnimmt. Außenstehende hören es jedoch schon: Ein Zimmer weiter bekommt man mit, dass da jemand gerade richtig Gas gibt.
Wichtig dabei: dB-Werte allein sind abstrakt. In der Realität war es so, dass wir keinerlei Beschwerden aus benachbarten Räumen hatten, selbst als wir abends trainierten. Natürlich haben wir späte Nachtstunden vermieden – generell gilt: Laufband-Training um 23 Uhr in einem hellhörigen Mehrparteienhaus wird auch mit dem leisesten Gerät schwierig sein, da die Vibrationen sich übertragen. Für normale Tageszeiten ist das F37s aber wohnungstauglich. Wer in einer Mietwohnung lebt, kann im Wohnzimmer joggen, ohne dass gleich der Nachbar klingelt – vorausgesetzt, man hält die allgemeine Rücksicht ein (nicht gerade zur Sonntagsruhe Vollgas laufen).
Eine Maßnahme, die wir empfehlen, ist die Verwendung einer Bodenschutzmatte unter dem Laufband. Diese gibt es auch von Sportstech als Zubehör. Eine solche Gummimatte dämpft die Kontaktgeräusche zum Boden und fängt Vibrationen ab. In unserem Test lag das F37s auf einer 0,6 cm dicken Gummimatte. Dadurch wurden tieffrequente Geräusche (Vibration, Dröhnen) noch einmal reduziert. Die Matte schützt außerdem den Boden vor Kratzern und Schweiß. Also: Gerade wenn man in einem oberen Stockwerk trainiert, lohnt sich die Investition in eine Unterlegmatte – es macht das Training leiser und schont den Fußboden.
Während des Laufens ist es weiterhin möglich, Musik zu hören oder TV zu schauen. Bis ca. 10–12 km/h muss man die Lautstärke von Musik/TV kaum höher stellen als normal. Bei richtig schnellem Lauf (über 14 km/h) empfiehlt es sich, die Lautstärke etwas anzuheben oder Kopfhörer zu nutzen, da das Laufgeräusch dann doch dominanter wird. Wir haben beispielsweise problemlos Netflix-Serien auf dem Tablet geschaut und den Ton über die Laufband-Lautsprecher oder eine kleine Bluetooth-Box ausgegeben – man verstand die Dialoge gut, musste nur bei intensiven Sprints die Lautstärke ein klein wenig erhöhen.
Nachbarschaftstipp: Wenn man in einem hellhörigen Gebäude wohnt, kann man die Stoßbelastung für die Ohren der Nachbarn minimieren, indem man auf ein paar Dinge achtet: Regelmäßig die Dämpfung (Schrauben, Dämpfungselemente) checken, ob alles fest sitzt – klappernde Teile können Lärm verstärken. Die erwähnte Matte nutzen. Und am wichtigsten: Schuhe mit guter Dämpfung tragen und nicht mit harten Sohlen trampeln – das kommt nicht nur Gelenken zugute, sondern mindert auch den Trittschall. Wir liefen mit normalen Laufschuhen und eher mittleren Schritten; wer natürlich stark auf dem Fußballen auftritt wie ein Sprinter, erzeugt mehr Geräusch als jemand mit sanfter Mittelfuß-Landung.
Abschließend können wir sagen, dass das Sportstech F37s zwar kein „Flüsterlaufband“ ist (das gibt es de facto nicht bei 20 km/h), aber es ist für die Leistung erstaunlich leise. Im unteren und mittleren Tempobereich stört es weder einen selbst noch andere im Haushalt. Bei sehr schnellen Läufen nimmt die Lautstärke zu, bleibt jedoch innerhalb dessen, was man von einem elektrischen Laufband erwarten würde. Wer das Gerät vernünftig nutzt, wird also keine Probleme haben, es im Zuhause einzusetzen. Und ein angenehmer Nebeneffekt: Man selbst wird beim Laufen auch nicht von nervigem Jaulen oder Rattern abgelenkt, sondern kann sich auf das Training fokussieren.
App-Anbindung und digitale Trainingswelten
Ein herausragendes Merkmal des Sportstech F37s ist seine Konnektivität. In Zeiten von smarten Trainingsplattformen und interaktiven Workouts will kaum jemand mehr stumpf auf ein Display starren. Zum Glück hat Sportstech dies erkannt und das F37s mit vielfältigen App-Möglichkeiten ausgestattet. Im Kern gibt es zwei Richtungen: die hauseigene Sportstech Live App und die Kompatibilität zu externen Apps wie Kinomap oder Zwift. Schauen wir uns das im Detail an:
Sportstech Live App – Dein virtuelles Fitnessstudio
Sportstech bietet mit „Sportstech Live“ eine eigene App an, die speziell für ihre aktuellen Geräte (inkl. F37s) entwickelt wurde. Im Grunde genommen will Sportstech Live eine all-in-one Fitness-Plattform für zuhause sein, ähnlich wie Peloton es vormacht. Die App ist für iOS und Android verfügbar und lässt sich via Bluetooth mit dem Laufband koppeln.
Features der Sportstech Live App: Nach einigen Updates hat die App mittlerweile einen beachtlichen Umfang. Man findet darin trainergeführte Workouts (ähnlich Kursvideos), virtuelle Landschaftsläufe, umfangreiches Tracking der Trainingsdaten, Community-Challenges und sogar Ernährungs-Tipps und Rezepte. Konkret bedeutet das: Man kann sich einen professionell moderierten Laufkurs auswählen – etwa ein Intervalltraining mit einem Coach, der auf dem Bildschirm anleitet. Währenddessen zeigt die App die eigene Leistung an, das Laufband kann dabei sogar synchron gesteuert werden (z.B. wenn der Coach „Tempo erhöhen“ sagt, kann die App das F37s beschleunigen). Die Landschafts-Videos erlauben es, virtuell durch berühmte Strecken oder schöne Natur zu laufen, wobei sich das Tempo des Videos an die eigene Geschwindigkeit anpasst. Es gibt Bestenlisten und Abzeichen zu verdienen, man kann sich mit Freunden vernetzen, an gemeinsamen Läufen teilnehmen oder Ernährungspläne durchstöbern.
Im Test machten die Inhalte der Sportstech Live App Spaß – besonders die gefilmten Outdoor-Strecken sind motivierend, wenn man mal Abwechslung vom Blick auf die Wand braucht. Die Trainer-Videos sind gut produziert und bringen einen zum Schwitzen. Die App synchronisierte sich problemlos mit dem F37s; Geschwindigkeit und Steigung wurden in unterstützten Modi automatisch vom Programm übernommen. Kleine gelegentliche Bugs (z.B. ein Statistikbildschirm, der sich einmal aufhing) traten auf, wurden aber durch Updates behoben.
Kostenmodell: Die Sportstech Live App kann grundsätzlich kostenlos heruntergeladen werden. Einige Basisfunktionen (ein paar Workouts, Tracking, begrenzte Videos) sind gratis, doch den vollen Umfang erhält man erst mit einem Premium-Abo. Die Preise liegen (Stand heute) im Bereich von einstelligen Eurobeträgen pro Monat, je nach Laufzeit des Abos. Oft bietet Sportstech beim Kauf eines Laufbands eine vergünstigte oder kostenlose Testphase an – es lohnt sich, darauf zu achten. Für ernsthafte Nutzer, die regelmäßig mit der App trainieren möchten, macht ein Abo Sinn, da es ständig neue Inhalte und Herausforderungen gibt.
Insgesamt bereichert die Sportstech Live App das Laufband-Training enorm. Sie ist direkt auf das F37s zugeschnittenund somit eine ideale Ergänzung, wenn man das Meiste aus dem Gerät herausholen möchte. Allerdings ist sie kein Muss – wer lieber andere Apps nutzt oder gar kein Smartphone beim Training will, kann das F37s natürlich auch ohne die App voll verwenden.
Kinomap – Virtuell um die Welt laufen
Ein besonders erfreulicher Punkt: Das Sportstech F37s ist kompatibel mit Kinomap, einer der beliebtesten Fitness-Apps für Cardio-Geräte. Kinomap bietet Tausende von echten Video-Strecken weltweit, die von Nutzern aufgezeichnet wurden – man kann also virtuell beispielsweise durch den Central Park in New York joggen, an der französischen Riviera entlanglaufen oder einen deutschen Waldweg erkunden.
Verbindung und Nutzen: Über Bluetooth koppelt man das Laufband mit der Kinomap-App (verfügbar für Android und iOS). In unserem Test wurde das F37s sofort erkannt. Wählt man dann ein Video und startet, passt sich die Videowiedergabe dem Lauftempo an. Rennt man schneller, läuft das Video schneller ab, bei langsamem Tempo entsprechend langsamer. Besonders toll: Die Steigungsdaten der Strecke werden ans Laufband übertragen! Läuft man in der Kinomap-Strecke z.B. einen Hügel hinauf, stellt das F37s automatisch die entsprechende Steigung ein. Das hat in der Praxis erstaunlich gut geklappt und verleiht dem Training einen sehr realistischen Touch – man spürt förmlich den Anstieg, den man im Video sieht. Genauso bei Bergab-Passagen (soweit technisch möglich, reduziert das Band dann die Steigung unter die Grundneigung).
Community und Features: Kinomap ermöglicht auch Wettkämpfe und gemeinsame Trainings. Man kann an virtuellen Rennen teilnehmen oder sich mit anderen auf einer Strecke messen – die App zeigt dann an, wo man im Vergleich zu Mitläufern liegt. Außerdem lassen sich die Trainingsdaten mit Plattformen wie Strava oder Apple Healthsynchronisieren, sodass Laufkilometer gesammelt und analysiert werden können, als wäre man draußen gewesen. Mit Miracast oder HDMI kann man die Videos sogar auf einen großen Fernseher übertragen, was das Erlebnis noch immersiver macht.
Kinomap ist in Grundfunktionen kostenlos nutzbar, allerdings benötigt man für das volle Angebot an Strecken und Funktionen ebenfalls ein Abo (Preis ca. 10–12 € im Monat, mit Rabatten für Jahresabo etc.). In unserem Test haben wir Kinomap ausgiebig verwendet und waren begeistert: Das Laufband-Training erhält dadurch eine völlig neue Dimension. Besonders in Zeiten schlechten Wetters oder wenn draußen laufen nicht möglich ist, kann man so dennoch „an schönen Orten“ joggen. Die Verbindungsqualität und Steuersignale waren mit dem F37s top – es gab keine Abbrüche, Verzögerungen oder Fehlfunktionen. Man merkt, dass das F37s offene Bluetooth-Standards (FTMS-Protokoll)unterstützt, was die Kompatibilität mit Apps wie Kinomap ermöglicht.
Weitere Apps: Zwift & MyHomeFit
Neben Sportstech Live und Kinomap haben wir zwei weitere App-Szenarien getestet:
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Zwift: Viele Läufer kennen Zwift aus dem Radsport oder vom Laufband. Zwift verwandelt Indoor-Training in ein Spiel mit einer virtuellen Welt, in der man mit eigenem Avatar läuft und mit anderen interagiert. Offiziell wird das Sportstech F37s (noch) nicht direkt von Zwift erkannt, aber man kann es dennoch nutzen: Zum Beispiel mit dem Zwift RunPod (ein kleiner Sensor am Schuh, der die Laufbewegung an Zwift sendet) oder dem Runn-Sensor von Zwift, der an der Lauffläche angebracht wird und die Bandgeschwindigkeit misst. Wir haben es mit einem vorhandenen RunPod probiert – Zwift registrierte unsere Geschwindigkeit korrekt, der Avatar lief im virtuellen London, während wir physisch auf dem F37s liefen. Die Steigung stellt man bei Zwift-Läufen manuell am Band ein, da hier kein automatischer Abgleich erfolgt. Trotz dieses kleinen Umwegs: Ja, man kann mit dem F37s auch Zwift nutzen, wenn man motiviert ist und zusätzliche Sensor-Hardware verwendet. Für eingefleischte Zwifter sicher interessant, für alle anderen sind die oben genannten Lösungen jedoch direkter.
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MyHomeFit: Dabei handelt es sich um eine kostenlose App eines unabhängigen Entwicklers, die mittlerweile von vielen Heimsportlern hoch gelobt wird. MyHomeFit unterstützt ebenfalls das Sportstech F37s. Die App mag optisch etwas nüchtern wirken, bietet aber umfangreiche Funktionen, die teils sogar über die Hersteller-Apps hinausgehen. Beispielsweise kann man mit MyHomeFit eigene Programme am PC/Tablet erstellen und ans Laufband senden, es gibt einen praktischen Editor dafür. Man kann Warm-Up- und Cool-Down-Phasen definieren, herzfrequenzgesteuerte Läufe einrichten (sofern ein Pulsgurt gekoppelt ist), und sogar Google Street View Routen importieren – so sieht man auf einer Karte seine virtuelle Laufstrecke aus der Vogelperspektive. Die App ist vor allem für Technikaffine und Statistik-Fans interessant, da sie sehr viele Daten aufzeichnet und anpassbare Anzeigen bietet. Im Test klappte die Kopplung via Bluetooth ebenfalls sofort. Wir konnten ein individuelles Programm mit MyHomeFit ans F37s schicken und es wurde exakt so ausgeführt. Toll ist, dass MyHomeFit komplett gratis ist und von einer engagierten Community weiterentwickelt wird.
Zusammengefasst ist das Sportstech F37s in der digitalen Welt voll angekommen. Die Vielzahl an kompatiblen Apps sorgt dafür, dass wirklich jeder seinen bevorzugten Stil finden kann: Ob man auf motivierende Trainer-Videos, auf Wettkämpfe in virtuellen Landschaften, auf verspielte Gamification oder detaillierte Trainingsanalyse steht – das F37s kann mit der richtigen App all das bedienen. Das ist ein enormer Vorteil gegenüber Laufbändern älterer Generationen, die oft nur mit proprietären, eingeschränkten Apps arbeiteten. Hier hat man die Freiheit, das Gerät ins eigene Smartphone-/Tablet-Ökosystem einzubinden. Wichtig zu erwähnen ist noch: Alle App-Nutzungen sind optional. Wer lieber „analog“ bleibt, kann das F37s völlig ohne Handy nutzen; es ist kein Zwang, aber es wäre fast schade, diese Möglichkeiten ungenutzt zu lassen. Denn eines bekämpfen die Apps ganz sicher: die Monotonie. Mit solch abwechslungsreicher Unterhaltung und Interaktion wird das Laufband-Training deutlich kurzweiliger und effektiver.
Wartung und Sicherheit
Damit ein hochwertiges Laufband wie das Sportstech F37s lange Freude bereitet, sind regelmäßige Wartung und einige Sicherheitsvorkehrungen wichtig. Glücklicherweise hat Sportstech das F37s so konstruiert, dass die Pflege unkompliziert ist.
Schmiersystem: Jeder, der schon mal ein Laufband hatte, weiß, dass der Bereich zwischen Laufgurt und Deck von Zeit zu Zeit geschmiert werden muss, damit Reibung und Verschleiß gering bleiben. Beim F37s hat Sportstech ein Selbstschmiersystem integriert. Das bedeutet nicht, dass es völlig automatisch geht, aber es erleichtert die Prozedur enorm: Man muss nicht umständlich den Laufgurt anheben und Öl darunter verteilen. Stattdessen gibt es seitliche Öffnungen an den Trittflächen, durch die man Silikonöl einfüllen kann. Genauer: Wenn das Laufband hochgeklappt ist, kommen diese Wartungsöffnungen zum Vorschein. Hier träufelt man einfach alle 1–2 Monate (je nach Nutzungshäufigkeit) ein paar Milliliter Silikonöl hinein. Dieses verteilt sich dann selbstständig entlang des Gurtes beim nächsten Lauf. Im Lieferumfang ist bereits eine kleine Flasche Silikonöl enthalten, sodass man für die ersten Wartungen gerüstet ist. Sportstech empfiehlt, ca. alle 10 Betriebsstunden oder spätestens alle paar Wochen etwas nachzuschmieren, damit der Lauf reibungslos bleibt. In unserem Testzeitraum mussten wir dank Vorfettung nichts machen – das Laufband kommt nämlich werkseitig vorgeölt und ist sofort startklar. Nach etwa einem Monat leichtem Gebrauch haben wir dann erstmals ein paar Tropfen nachgefüllt. Das ging schnell und ohne Sauerei. Wichtig: Nur spezielles Silikonöl für Laufbänder verwenden, kein WD-40 oder andere Schmiermittel! Das im Shop erhältliche Sportstech-Öl oder jedes hochwertige Silikonöl ist geeignet.
Reinigung: Nach dem Training empfiehlt es sich, den Laufgurt mit einem weichen Tuch abzuwischen, falls Schweiß darauf getropft ist. Schweiß kann auf Dauer die Oberfläche angreifen. Ebenfalls sollte man darauf achten, dass kein Schmutz oder Staub ins Motorgehäuse gelangt. Gerade wenn das Laufband in einem Raum steht, wo auch mal Haustiere sind oder viel Staub aufwirbelt, lohnt es sich, alle paar Wochen die Motorhaube abzunehmen (geht mit ein paar Schrauben) und das Innere vorsichtig mit dem Staubsauger auf niedriger Stufe zu reinigen. Wir haben das einmal testweise gemacht und tatsächlich kleinen Staub in der Nähe der Lüftung vorgefunden – ein Hinweis, dass hier präventive Reinigung die Lebensdauer erhöht. Das Belüftungsgitter außen sollte ebenfalls frei von Flusen gehalten werden, damit der Motor immer gut gekühlt wird.
Bodenschutz und Aufstellort: Wie zuvor erwähnt, schont eine Bodenschutzmatte nicht nur die Nerven der Nachbarn, sondern auch das Gerät selbst und den Boden. Stellen Sie das Laufband auf eine ebene, feste Fläche. Teppichboden geht prinzipiell, solange er fest ist (Kurzflor). Bei hochflorigem Teppich muss man aufpassen, dass die Unterseite des Laufbands nicht zu stark einsinkt oder die Lüftungsschlitze verdeckt werden. Notfalls eine Platte oder Matte unterlegen. Wegen des Gewichts sollte der Boden tragfähig sein (bei normalen Wohnungen kein Thema). Rollen Sie das Gerät nicht über empfindliche Böden ohne Schutz, da die kleinen Transportrollen Abdrücke hinterlassen können.
Sicherheit beim Training: Der Not-Aus-Magnet (Safety Key) wurde schon erklärt und ist unverzichtbar. Gewöhnen Sie sich an, ihn immer an Ihrer Kleidung zu befestigen – das ist ein kleiner Handgriff, der im Ernstfall Verletzungen verhindern kann. Weiterhin sollte man beim Aufsteigen immer zuerst mit den Füßen auf die seitlichen Trittflächengehen, dann das Band starten und erst wenn es auf langsamer Geschwindigkeit läuft, einen Fuß auf das Band setzen (und umgekehrt beim Absteigen: erst Geschwindigkeit reduzieren, dann auf die Seiten treten). Dieses Vorgehen minimiert das Risiko eines Stolperers. Wer neu auf dem Laufband ist, sollte sich zunächst an das Gefühl gewöhnen, ggf. mit den Händen leicht an den Griffen halten, bis das Vertrauen da ist.
Kinder und Haustiere: Es versteht sich von selbst, aber: Kinder sollten das Laufband nicht nutzen, schon gar nicht unbeaufsichtigt. Offiziell ist das Gerät für Erwachsene konzipiert (meist gilt ab 14 Jahren und mind. 1,50 m Körpergröße als grobe Richtlinie). Halten Sie Kinder und auch Haustiere fern, wenn das Laufband in Betrieb ist. Die sich bewegende Lauffläche übt auf neugierige Kinder eine gewisse Faszination aus – hier unbedingt Vorsicht walten lassen. Im ausgeschalteten Zustand sollte der Hauptschalter (hinten am Rahmen) auf „Off“ gestellt werden und idealerweise der Safety Key abgezogen und außer Reichweite verwahrt werden, damit kein Kind das Gerät versehentlich startet.
Maximalbelastung und Nutzung: Das F37s ist für Nutzer bis 150 kg ausgelegt. Überschreiten Sie dieses Gewicht nicht, um Schäden zu vermeiden. Auch wenn zwei leichtere Personen vielleicht zusammen < 150 kg wiegen, niemals zu zweit gleichzeitig auf dem Laufband laufen – das Gerät ist nur für eine Person konzipiert. Nutzen Sie das Laufband auch ausschließlich für den vorgesehenen Zweck (also Laufen/Gehen). Es mag selbstverständlich klingen, aber manche Leute versuchen z.B. mit Gewichten auf dem Laufband zu gehen oder rückwärts zu laufen – solche Experimente erhöhen das Unfallrisiko und strapazieren das Material unnötig.
Belüftung und Raum: Das Laufband sollte in einem Raum stehen, der nicht zu kalt, nicht zu feucht und gut belüftet ist. Während des Betriebs gibt der Motor etwas Wärme ab, was normal ist. Stellen Sie sicher, dass hinter dem Laufband mindestens 1–2 m Freiraum sind. Diese Fläche dient Ihrer Sicherheit (falls Sie stürzen, landen Sie nicht gegen eine Wand) und hilft, die Abluft zirkulieren zu lassen. Seitlich reichen ca. 0,5 m freier Platz, um bequem auf- und absteigen zu können.
Gewährleistung und Service: Sportstech als deutsche Firma bietet die gesetzliche Gewährleistung von 2 Jahren. Registriert man das Produkt online, gibt es oft noch verlängerte Garantiezeiträume auf bestimmte Teile (z.B. 5 Jahre auf den Rahmen, ähnlich wie es viele Hersteller tun). Schauen Sie am besten in die Unterlagen oder auf der Sportstech-Website unter „Garantieverlängerung“. Wir hatten im Testzeitraum keinen Servicefall, aber der Hersteller wirbt mit einem Kundendienst in Berlin und einer guten Ersatzteilversorgung. Es beruhigt zu wissen, dass man im Fall der Fälle Ansprechpartner in der Nähe hat und nicht erst in Übersee Ersatzteile bestellen muss.
Alles in allem ist die Wartung simpel: alle paar Wochen etwas Öl, ab und zu sauber machen – das war’s. Die robuste Bauart des F37s erfordert keine aufwendige Pflege. Und mit Einhaltung der Sicherheitsrichtlinien minimiert man das Unfallrisiko. Das Laufband hat sogar einen automatischen Abschalt-Timer: Nach einigen Minuten Inaktivität geht es in Standby. Das ist energiesparend und sicher (falls man vergessen sollte, es auszuschalten). Mit diesen Maßnahmen wird das Sportstech F37s sicherlich viele Jahre treue Dienste leisten.
Fazit: Für wen lohnt sich das Sportstech F37s?
Nach unserem ausführlichen Test können wir festhalten: Das Sportstech F37s ist ein erstklassiges Laufband für den Heimgebrauch, das in seiner Klasse Maßstäbe setzt. Es kombiniert die Vorteile eines Studiolaufbands – Robustheit, Leistung, Komfort – mit den Annehmlichkeiten, die man für Zuhause braucht – Klappmechanismus, moderate Lautstärke, App-Anbindung und durchdachte Extras.
Die Stärken des F37s liegen klar auf der Hand: Der leistungsfähige Motor und die hohe Endgeschwindigkeit ermöglichen auch ambitionierten Läufern ernsthaftes Training, inklusive Sprint- und Intervalltraining. Die große Lauffläche mit exzellenter Dämpfung sorgt für ein sicheres und gelenkschonendes Laufgefühl, das auch längere Einheiten angenehm macht. Verarbeitung und Stabilität sind auf hohem Niveau – man hat das Gefühl, ein „echtes“ Fitnessgerät unter den Füßen zu haben, kein wackeliges Spielzeug. Besonders hervorzuheben ist auch die Vielseitigkeit durch Programme und Apps: Egal ob man klassisch trainieren will oder High-Tech-Features nutzen möchte, das F37s bietet beides.
Kleinere Schwächen gibt es natürlich auch, wie bei jedem Produkt. Der integrierte Ventilator und die Lautsprecher sind nette Dreingaben, aber qualitativ kein Ersatz für dedizierte Geräte (hier sollte man seine Erwartungen nicht zu hoch schrauben). Die fehlende Pausentaste an der Konsole ist etwas unglücklich gelöst, doch man kann damit leben. Dass das Laufband von Haus aus eine leichte Dauersteigung hat, könnte manche Nutzer irritieren – aber wie erläutert, hat das auch positive Trainingseffekte und fällt nach kurzer Eingewöhnung kaum mehr auf. Wer absolut horizontal laufen möchte, müsste allerdings ein Modell wählen, das 0 % Steigung bietet (die meisten günstigen Laufbänder haben übrigens ebenfalls oft ~1 % Gefälle, ohne es zu kommunizieren). Die Geräuschentwicklung ist dem Kaliber entsprechend, aber in einem Mietshaus muss man dennoch Rücksicht nehmen; Wunder in Sachen Lautlosigkeit darf man nicht erwarten. Hier schlägt einfach die Physik zu Buche.
Preis-Leistungs-Verhältnis: Das Sportstech F37s bewegt sich preislich im mittleren Segment für Home-Laufbänder. Es ist sicherlich teurer als Einstiegsmodelle, bietet dafür aber auch deutlich mehr Ausstattung und Haltbarkeit. Betrachtet man, was man dafür bekommt – einen langlebigen Trainingspartner, der für Anfänger wie Fortgeschrittene viele Jahre nutzbar ist – erscheint der Preis gerechtfertigt. Im Vergleich mit ähnlichen Geräten anderer Hersteller schneidet das F37s sehr gut ab, teilweise hat es Ausstattungsmerkmale, die sonst nur teurere Modelle bieten (150 kg Traglast, 20 km/h, App-Integration etc.). In diversen unabhängigen Tests rangiert das Sportstech F37/F37s daher regelmäßig ganz vorne, wenn es um die Empfehlung in der Mittelklasse geht.
Für wen geeignet? Wir empfehlen das F37s allen Heimläufern, die regelmäßig trainieren wollen und Wert auf Qualität legen. Insbesondere Läufer, die auch Intervalle oder anspruchsvollere Läufe absolvieren möchten, werden die Extras (hohe Geschwindigkeit, Dämpfung, Programme) schätzen. Ebenso ist es ideal für Personen mit etwas höherem Gewicht, die ein solides Gerät suchen, das nicht unter ihnen „zusammenbricht“. Anfänger profitieren von der einfachen Bedienung und den vorgegebenen Programmen, die den Trainingsaufbau erleichtern. Fortgeschrittene freuen sich über Power und Konnektivität, um ihr Training zu optimieren. Wenn Sie dagegen nur gelegentlich mal 10 Minuten gehen wollen, könnte das F37s fast schon überdimensioniert sein – da täte es vielleicht auch ein einfacheres Modell. Doch erfahrungsgemäß steigen die Ansprüche, sobald man Gefallen am Laufbandtraining findet. Mit dem F37s hat man Luft nach oben und muss so schnell nicht aufrüsten.
Fazit in einem Satz: Das Sportstech F37s ist ein ausgezeichnetes Laufband für Zuhause, das professionelle Leistungsdaten, Komfort und moderne Features in sich vereint – eine lohnende Investition in die eigene Fitness, an der man lange Zeit Freude haben wird.
Wir konnten im Test keine gravierenden Mängel feststellen und sind der Meinung, dass Sportstech hier die Bezeichnung „Profi-Laufband“ durchaus verdient. Natürlich ersetzt es nicht das 150-kg-Studiogerät für 5000 €, aber in seiner Kategorie (Home-Gym) gehört es zur Spitzenklasse. Wer bereit ist, etwas mehr zu investieren als für ein Einstiegsgerät, erhält mit dem F37s ein Paket, das sich deutlich von günstigen Laufbändern abhebt – in Bezug auf Laufgefühl, Belastbarkeit und Funktionsumfang.
Abschließend bleibt zu sagen: Wenn Sie auf der Suche nach einem hochwertigen Laufband für Ihr Zuhause sind, das intensives Training ermöglicht und dabei Technik und Spaß nicht zu kurz kommen lässt, dann sollten Sie das Sportstech F37s ganz oben auf Ihre Liste setzen. Das Gerät hat uns überzeugt und wird voraussichtlich auch in Ihrem Home Gym viele Kilometer zuverlässig und motivierend mit Ihnen laufen. Viel Erfolg beim Training!